Ergebnisse der Kurzumfrage: Digitale Überfoderung im Unternehmen?

Die „Digitale Transformation“ ist das Schlagwort 2017! Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, den Büro-Arbeitsplatz zu digitalisieren. Aber wie kommen die Mitarbeiter damit zurecht und gibt es Bereiche, die sie bei der Digitalisierung belasten. Die add-all AG hat 193 Beschäftigte im Mai 2017 dazu befragt! Die Mitarbeiter sind grundsätzlich positiv zu dem Thema Digitalisierung eingestellt. Dennoch sind die meisten Befragten der Meinung, dass besonders das direkte Gespräch mit Kollegen durch die digitalen Arbeitsmittel zu kurz kommt und die Zunahme dieser Arbeitsmittel zu Ablenkungen und Unterbrechungen der Arbeitsaufgabe führt, was als belastend empfunden wird.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die meisten Mitarbeiter gut mit der fortschreitenden Digitalisierung im Unternehmen zurechtkommen. 92% der Befragten sind dieser Meinung! Nur 16 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich durch die steigende Geschwindigkeit, die die Digitalisierung mit sich bringt, überfordert.
Dennoch gaben 58 Prozent der Mitarbeiter an, dass sie durch die Vielzahl an verschiedenen digitalen Arbeitsmitteln (E-Mail, Videokonferenz, E-Learning, Anwendungen, Intranet, usw.) ständig abgelenkt oder in ihrer Arbeit unterbrochen werden, was als sehr belastend und großer Stressfaktor angesehen wird. Im Durchschnitt werden im täglichen Arbeitsalltag zwischen und 4 und 6 verschiedene digitale Arbeitsmittel genutzt. Auch zu Hause führt eine ständige Erreichbarkeit zu Belastung, denn 57 Prozent der Befragten nutzen auch nach Feierabend Handy, Tablet und Co. für berufliche Dinge.
Ein weiterer Bereich, bei dem die Digitalisierung sich negativ auswirkt, sind der Mitarbeiteraustausch im direkten Gespräch. Denn 68 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden es als negativ, dass der Face-to-Face Austausch mit den Kollegen durch die steigende Digitalisierung zu kurz kommt. Trotz der zunehmenden digitalen Arbeitsmittel ist es dennoch erstaunlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen meistens auf den klassischen Arbeitswegen abläuft, nämlich per E-Mail (92%9 und Telefon (83%).
Fazit: Von einer digitalen Überforderung der Mitarbeiter kann nicht die Rede sein, aber in einigen Bereichen nimmt die Belastung durch die Digitalisierung zu, was durch unterstützende Maßnahmen und Sensibilisierung reduziert werden könnte. Denn nicht die Digitalisierung an sich ist das Problem, sondern der Umgang mit ihr. Denn Digitalisierung ist wichtig, hilfreich und kann in vielen Bereichen sinnvoll sein. Aber sie sollte uns nicht überfordern, sondern fördern!

Die Ergebnisse als Infografik zusammengefasst finden Sie hier.

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